Sonntag, 8. Mai 2016
Shanghai von einer anderen Seite
Heute sind wir an den Ort gefahren wo mein Gastvater geboren wurde, und aufgewachsen ist. Ein etwas älteres Haus am Rande Shanghais ohne Heizung, oder fließend Wasser, gekocht wird in einem großen Topf über'm Feuer. Die Uroma meiner Gastschwester baut ihr Gemüse selbst an, und auch die nähere Umgebung ist landwirtschaftlich geprägt.
Der Empfang war sehr herzlich, die ganze Familie (Cousinen, Cousins, Onkel und Tanten, Großeltern und sogar die Urgroßmutter meiner Gastschwester) kam zusammen um mich zu begrüßen, alle freuten sich mich hier zu haben. Auch Nachbarn kamen und mein Gastvater erzählte mir, dass ich die Erste nicht Chinesin seit vielen Jahren in dieser Gegend war. Auch wenn nicht alle Englisch konnten, konnte man sich einigermaßen verständigen. Die Leute dort wirkten alle sehr glücklich und zufrieden, jeder kannte jeden, so dass dieser Stadtteil Shanghais fast wie ein Dorf wirkte.
Dieser neue Eindruck ist deutlich anders, als das Shanghai, welches ich bisher kennen gelernt habe, und auch wenn das mein erster Eindruck war, hab ich nun nicht das Gefühl, dass es den Leuten dort groß an etwas fehlt. Alles in allem war es wahnsinnig interessant, und ich fand es toll wie herzlich und offen alle zu mir waren, obwohl ich eine fremde Person war.😊
(von Lioba)

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